Himbeer-Triple-Chocolate-Cake – Wie du eine perfekte Torte für einen besonderen Anlass zauberst
Die Vorbereitung
Eine Torte für einen besonderen Anlass, wie beispielsweise ein runden Geburtstag zu backen, ist für mich immer etwas Besonderes. Es ist nicht etwas, das man sich eben einmal spontan ein oder zwei Tage vorher überlegt. Alles muss bis ins kleinste Detail geplant sein, und an die Deko, wie zum Beispiel einen personalisierten Caketopper, ist ebenfalls rechtzeitig zu denken. So war es bei mir auch dieses Mal. Der 50. Geburtstag meiner Tante stand an, und sie bat mich, die Geburtstagstorte zu backen. Natürlich sagte ich zu und freute mich sehr darauf, wieder eine besondere Torte kreieren zu dürfen.
Und wie geht man dann am besten vor? Ich überlege mir immer zunächst, was es für eine Torte werden soll, und was die Person, der ich die Torte schenke, gerne mag. Meistens lasse ich sie dann aus zwei Torten auswählen, zum Beispiel Erdbeer-weiße-Schokolade-
Das richtige Rezept finden
Die Rezeptrecherche nimmt immer eine Weile in Anspruch. Ich durchforste meine Tortenbackbücher und meine gesammelten persönlichen Rezepte, suche im Internet auf Blogs sowie in Rezepte-Apps und stelle mir schließlich ein individuelles Rezept aus verschiedenen zusammen. Zugegeben, ich backe nie ganz streng nach Rezept. Aber das empfehle ich nur erfahrenen Hobbybäckerinnen, denn man muss wissen, wann es empfehlenswert ist, zu experimentieren und wann man sich am besten penibel genau ans Rezept hält. Beim Biskuitbacken weiche ich zum Beispiel nie von den Angaben der Grundzutaten in meinen Standardrezepten, die ich schon seit mehr als zehn Jahren verwende, ab. Biskuits sind eine heikle Sache, für mich zusammen mit Butter- und Sahnecremes die Diven in der Welt der Torten und Feingebäcke. Halt, Macarons würde ich noch mit in die Liste aufnehmen. Aber jetzt keine Angst: Solange ihr die wichtigsten Grundlagen und Tipps befolgt, wird schon nichts schiefgehen.
Zurück zu meinem Himbeer-Schoko-Tortenrezept. Für den Biskuit habe ich mein Standard-Wiener-Boden-Rezept-verwendet, die Himbeer-Schokoladen-Ganache habe ich bei meiner Onlinerecherche in einem Rezept für eine kleine Torte entdeckt, bei der die Ganache als Hauptcreme verwendet wurde. Was mir bei der Rezeptrecherche immer häufiger auffällt, ist, dass moderne Rezepte zunehmend für sehr kleine Torten zu finden sind, also für einen Durchmesser von 18 cm. Bei internationalen Instagramprofilen finden man auch zunehmend den Trend kleiner, aber sehr hoher Torten. Diese Größe kommt für mich meistens nicht in Frage, allein schon wegen der Transportfrage. Für einen besonderen Anlass backe ich meistens eine Torte mit 26 cm Durchmesser und optimalerweise vier bis fünf Biskuit- und Cremeschichten. Und natürlich darf eine opulente Dekoration nicht fehlen.
Für diese Torte hatte ich also nun das Rezept für den Biskuit und die Himbeerschokoganache. Es fehlte noch eine Hauptcreme, und ich entschloss mich für eine klassische Schokoladensahne mit dunkler und Vollmilchschokolade – natürlich nur guter Schweizer Schokolade. Ergänzen wollte ich die Torte mit viel frischen Himeeren und für den Crunch mit einer Schicht gehackter Nussschokopralinen.
Meine Torten sollen immer hoch hinaus, so hoch wie möglich, aber so, dass die Kapazitäten meines Tortenrings und meiner Tortendose für den Transport der Größe Stand halten. Wie viel Sahnecreme ich brauchen werde, kann ich meistens nur abschätzen, und ich halte mir zumeist noch eine Reserve bereit, die ich im Notfall noch schnell schlagen kann. Bei Schokoladensahne ist das ja nicht ganz so einfach, denn diese muss am Tag vorher vorbereitet werden (Schokolade in heißer Sahne auflösen), aber auch hierbei kann man improvisieren, zum Beispiel mit löslichem Kakaopulver. Im Sommer lässt diese Schokoladensahne auch einfacher schlagen. Nun aber ran ans Werk!
Das Rezept
Also los gehts! Das braucht ihr:
Biskuit:
1 Springform, 26 cm Durchmesser
6 grosse Eier
6 EL kochend heißes Wasser
300 g Zucker
3 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Vanillearoma (Dr. Oetker)
270 g Weizenmehl 405
2 TL Backpulver
3-4 EL Kakao
100 g Raspelschokolade
Himbeerganache:
300g gefrorene Himbeeren (angetaut)
4 EL Gelierzucker
250 ml Schlagsahne
200 g dunkle Schokolade, gehackt
Schokoladensahne (Füllung):
1,7 l Schlagsahne (mind. 30 % Fett), gut gekühlt
500 g Vollmilchschokolade, gehackt
300 g dunkle Schokolade, gehackt
1,5 Pck. Sanapart
Schokoladensahne (Dekoration):
500 ml Sahne
5 EL lösliches Kakaopulver
5 TL Sanapart
Dekoration:
Himbeeren
Zuckerperlen in Gold
Caketopper nach Wahl
Schritt für Schritt and Ziel – Biskuitteig zubereiten
Wichtig ist, dass der Biskuit mindestens einen Tag vor dem Füllen der Torte gebacken wird. Falls die Torte am Serviertag morgens schon fertig sein muss, sind zwei Tage vorher optimal. Für den Biskuitteig schlagt ihr die Eier ganz (nicht getrennt) auf der höchsten Stufe mit eurem Rührgerät mit Schneebesenaufsatz auf. Ich verwende eine KitchenAid-Küchenmaschine, und ich bin super zufrieden mit ihr. Die 6 bis 7 EL kochend heißes Wasser könnt ihr rasch dazugeben, dabei die Eier weiter schlagen lassen. Dann mischt ihr den Zucker und den Vanillezucker, und gebt beide anschließend nach und nach zur Eiercreme hinzu, während die Masse weitergeschlagen wird. Nach ein paar Minuten sollte eine ordentliche Eier-Zucker-Creme entstanden sein. Das Vanillearoma kann jetzt in die Masse hinein. Sobald ihr das Gefühl habt, dass sich der Zucker gut gelöst hat, könnt ihr die Küchenmaschine oder das Rührgerät abstellen. Mischt jetzt das Backpulver mit dem Kakaopulver und dem Mehl und siebt das Gemisch. Portionsweise gebt ihr nun das Mehl auf die Eiercreme und hebt es vorsichtig (ohne Rührgerät!) mit einem Schneebesen von Hand unter. So verfahrt ihr, bis das gesamte Kakao-Mehl-Gemisch in die Eier-Zucker-Masse eingearbeitet wurde. Warum ihr hierzu keinesfalls das Rührgerät verwenden solltet: Die Eier-Zucker-Masse ist sehr empfindlich und würde sofort zusammenfallen. Das Ergebnis wäre eine dünnflüssige Masse, die nicht mehr die Luftigkeit eines optimalen Biskuitteigs erreichen kann. Daher: das Mehl schön sachte unterheben.
Vergewissert euch, dass sich keine Mehlklümpchen in der Masse befinden. Anschließend gibt du die Raspelschokolade hinzu und rührst ganz schnell, aber vorsichtig um, so dass sie sich verteilt. Eine auf dem Boden der Form mit Backpapier belegte Springform mit einem Durchmesser von 26 cm solltest du am besten schon vorbereitet haben. Achtung: Bei einem Biskuitteig nie die Ränder der Backform einfetten, weil er sonst nicht hochgeht. Füllt nun die Biskuitmasse zügig in die Springform und ab damit in den vorgeheizten Backofen. Die Backzeit beträgt ca. 45 bis 50 min bei 150 Grad Celsius. Danach bei geöffneter Backofentür vollständig auskühlen lassen.
So erkennt ihr, ob der Biskuit gelungen ist: Auf dem Höhepunkt der Backzeit ist der Biskuit in der Mitte höher, senkt sich aber nach dem Abkühlen. Sollte er während des Backens in der Mitte nicht hochgehen, dann könnte er beim Abkühlen leider zusammenfallen. Mit diesem Rezept sollte der Biskuit so hoch werden wie die Backform (ca. 6 bis 7 cm), ausreichend für 3 bis 5 Böden, je nach Dicke.




Jetzt geht es ans Eingemachte! Zuerst bestreicht ihr jeden Boden vorsichtig mit der Himbeerganache. Dann belegt ihr ihn mit den Himbeeren (gleichmässig verteilen). Im Anschluss kommt die geschlagene Schokoladensahne drauf. Der nächste Biskuitboden muss schön gleichmässig aufgelegt und leicht angedrückt werden.

So verfahrt ihr mit allen Schichten. Ganz oben setzt ihr den festen Boden auf, der sich in der Backform an der Unterseite befunden hat. Dieser gibt der Torte den nötigen Halt. Platziert diesen ebenfalls schön gerade und drückt ihn leicht an.



So, dass wars so weit. Ich weiss, es sieht vielleicht nach unheimlich viel Arbeit aus, aber das liegt daran, dass ich jeden Schritt sehr präzise erklärt habe. Ich bin mir sicher, dass die Torte euch ebenfalls so gut gelingt, und ich wünsche euch viel Spass beim Ausprobieren des Rezepts!
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